Ciao Disqus

Schlaftrunken tippe ich diesen Text, deswegen verzeiht mit die Tippfehler.

Etwas hat mich die letzten Tage beschäftigt. Nach einer Diskussion im CAD.de Forum über Tapatalk, musste ich nochmal in mich kehren. Dort wurde über Tapatalk bemängelt, dass die App alle Daten nach USA sendet und das nicht so ganz konform mit dem Datenschutz läuft. Ich predige schon lange, dass Ihr aufpassen sollte wie und wo Ihr eure Daten eingibt und damit ggf. preisgibt. Und selbst fordere ich in einem Forum eine App zu „installieren“ die das macht.

Ja, der liebe Prediger, der sich nicht an seine eigenen Predigten hält.

Und bei diesen Gedanken, ist mir aufgefallen, dass ich in diesem Blog als Kommentarfunktion Disqus verwenden. Auch das ist eine Software, die schon mehrfach wegen nicht so transparenten Umgang mit Daten aufgefallen ist.

Also habe ich jetzt kurzerhand beschlossen, wieder auf das Standard WordPress Kommentarsystem umzusteigen. Unter anderem auch um die Hürde für euch Leser zu nehmen Kommentare zu hinterlassen. Nicht jeder will dafür einen Account bei einer neuen Seite oder App anlegen.

Nun ist der Umzug vollzogen. War gar nicht so schwer. Vorgehensweise kann man in diesem Video nachschauen. Es hat jedoch etwas länger gedauert, da die Backups und ein paar Updates diverser Plug-ins sich gezogen haben.

Dann auf ein fröhliches Kommentieren.

5. Juni 2015 – Snowden Jahr 2

Jahr 2 Post-Snowden. In der Zwischenzeit ist das Thema aus der Öffentlichkeit verschwunden. Leider. Denn an der Brisanz hat sich immer noch nichts geändert. Sogar wurde in der letzten Zeit noch erschreckenderes veröffentlicht. Ich spreche damit den BND Skandal (Zusammenfassung auf Netzpolitik.org) und auch die beschlossene Vorratsdatenspeicherung an. Falls Ihr das nicht mitbekommen habt, die Heute-Show hat das mal kurz zusammengefasst.

https://youtu.be/lnjG8BNUaz4?t=25m10s
https://youtu.be/wbfwIrIXm_s?t=10m20s

Es ist unglaublich, wie skrupellos einfach weitergemacht wird. Und die Bevölkerung ist teilnahmslos. Ich habe das Gefühl, dass das Thema zu groß und deswegen auch schwer zu fassen ist. Wie haben wir uns Anfang der 90er über die Stasi aufgeregt und jetzt? Alles ist viel schlimmer und keinen interessiert’s. Und je länger die Snowden Enthüllungen her sind, desto mehr geraten sie in Vergessenheit und es wird weitergemacht.

Und durch Siri, Google Now und Cortana sind die Menschen noch bereitwilliger Ihre Daten ins Netz, oder auf Neudeutsch Cloud, zu schieben. Und komplett nach dem Motto: „Ich habe doch nichts zu verbergen.“ Und auch darauf hatte Snowden schon eine Antwort.

Quelle: Netzpolitik.org

Quelle: Netzpolitik.org

Ich frage immer: „Warum weigert sich die Bundesregierung so gegen den Internet Breitbandausbau?“ Mal angenommen jeder hätte Zuhause und Mobil immer Highspeed Internet Flat für umme. Dann würden die Menschen noch mehr Daten freiwillig ins Netz stellen. Das wäre doch ein Eldorado für die Überwachung. Mal abgesehen davon, dass auch unsere Industrie davon profitieren würde.

Ich weiß, ich weiß. Ich selbst finde diese Technologien super, effektiv und der Spaßfaktor ist auch nicht zu unterschätzen. Im meinem geschäftlichen Bereich werden Cloud Lösungen, Big Data, IoT und Vernetzung immer mehr zum Thema. Auch habe ich mich schon privat für das Windows 10 Update mit Cortana eingeschrieben. Was mir bei dem Thema stört, ist das komplette Ignorieren des Datenschutz und der Netzneutralität, das Akzeptiere von Datenklau Datensammeln und Datenweitergeben und sogar das Verurteilen der Opfer. Wie zum Beispiel im August 2014 beim „The Fappening“. Da wurde den Promis vorgeworfen, dass Sie selbst schuld sind ihre Daten in der Cloud gespeichert zu haben.
WAS SOLL DAS?
Schuld sind nicht die User, sondern die Menschen, die für sie verbotenen Daten gesammelt und veröffentlicht haben. KEINER hat das Recht auf fremde Daten zuzugreifen egal ob Privatperson oder Regierung, selbst wenn die Daten sehr leicht zugänglich sind.
Wir Menschen sind jedoch neugierig. Das ist ja auch der Grund, warum wir uns immer weiter entwickeln. Deswegen kann man das Theman Datenschutz nur mit Ratio in den Griff bekommen. Und solange es nicht im breiten Verständnis angekommen ist, solange werden wir es auch nicht in den Griff bekommen.

Deswegen werde ich hier dieses Thema immer wieder aufgreifen und meinen Senf dazu geben.

Ciao iOS – ersten 3 Wochen

Die ersten 3 Wochen meines Experimentes sind vorbei und die ersten Stimmen bei meinen Lesern werden laut ich solle endlich etwas berichten. Wie ist es mir ergangen? Als erstes möchte ich erwähnen, dass mein iPad immer nach mir gerufen hat. Bei jedem Retweet, jeder Facebook Nachricht, jedem Blog-Kommentar und jeden Tag mit der Gratis App des Tages. Ich habe es damals in den Schrank gelegt und in diesem Augenblick ist es das erste Mal seit 3 Wochen, dass ich es in die Hand nehme. 56% Batterie noch auf der Uhr. Wow. Das habe ich nicht erwartet. Und die Haptik! Das iPad ist schon ein schönes Stück Technik. Und sonst?

Durch das Fehlen des großen Displays, hat sich meine Medien Nutzung geändert. YouTube Videos schau ich, wobei ich zugeben muss, dass ich in letzter Zeit viel mehr Videos über mein Handy auf den Chromecast und FireTV geworfen habe als sonst. Das Lesen meines RSS Feeds klappt auch gut jedoch ist es das Einzige was ich noch lese. Bücher sind auf meine eReader gelandet und die Digitalen Comics lese ich nur noch am PC.
Morgens beim Kaffee habe ich früher Podcasts gehört und nebenbei auf dem iPad Sudoku gespielt. Jetzt sitze ich beim Kaffee und gehe mein RSS Feed durch. Sudoku spielen auf dem One ist nicht gerade toll. Und Podcast ohne externen Lautsprecher auch nicht. Also habe ich beides abgestellt.
Meine Pinterest Nutzung ist auch gegen Null gegangen. Und Instagram nutze ich auch nur noch sporadisch. Bilder anschauen macht auf einem Tablet doch mehr Spaß.
Anders ist das bei Evernote. Durch die miese Performance meines iPad habe ich die Evernote App gemieden. Auf dem One schnurrt sie und ist deswegen wieder häufiger in Nutzung. Das Sammeln von Notizen zu Blogbeiträgen macht viel mehr Spaß und ist produktiver.
Ich bin eh insgesamt produktiver geworden. Die Apps unter Android sind untereinander und mit meinem PC besser verzahnt. Evernote, Pocket, WordPress, Firefox, Tasker, IFTTT. Alles schnurrt und macht genau das was ich will. Und ich habe jetzt nur noch eine Steuerzentrale, mein Smartphone. Alles Synchronisationsprobleme, besonders bei Podcasts, gehören der Vergangenheit an. Da erkennt man die Vorteile, zumindestens bei mir, von Android gegenüber iOS.
Zusätzlich spiele ich weniger. Durch das große Display ist es viel angenehmer Casual Games zu spielen, am Smartphone geht dieser Spaß dahin. Soll mir auch recht sein und euch auch, denn dann kommen sicherlich mehr Beiträge hier im Blog.

Mein Fazit nach den ersten Wochen?
Ich habe mir das Leben ohne Tablet unangenehmer vorgestellt. Das große Display ist schon sehr schick. Das OnePlus One ist jedoch kein kleines Smartphone und dadurch ist das Display auch ausreichend groß. Zusätzlich ist es auch noch ein FullHD Display. Das heißt, es gibt ausreichend Pixel um „genug“ darzustellen. Webseiten zum Beispiel werden nicht abgeschnitten angezeigt. Es reicht jedoch nicht aus um z.B. Comics schön darzustellen und auch eBooks lesen macht bei 10 Zoll viel mehr Spaß.
Ich bin also noch unentschlossen was die Hardware angeht. Die Software betreffend habe ich jedoch schon eine Entscheidung gefällt. Ich lebe nicht in einem Apple Haushalt, dadurch war das iPad immer ein „Fremdkörper“. Android fügt sich nahtlos in alles ein. OK, Apptechnisch gesehen finde ich iOS, auch in meiner alten Version 5, immernoch eine Klasse für sich. Trotzdem ziehe ich bessere Integration perfekte Usability vor.

Eine Sache möchte ich jedoch noch hinzufügen. Als ich mein One bekommen habe, war ich fasziniert von der Akkulaufzeit. Bei sehr vorsichtiger Nutzung waren sogar fast zwei Tage drin. Jetzt, ohne Tablet und dadurch Mehrnutzung, lande ich täglich beim ins Bett gehen unter 10% und es gab auch zwei Tage bei dem ich das One spät Abends vorzeitig an das Stromnetz klemmen musste.

Falls Ihr Fragen habt oder ich etwas für euch testen soll hinterlasst mir einfach ein Kommentar.

Ciao iOS – Die Entscheidung

Wir Ihr wisst, bin ich iPad Nutzer. Ich habe mir, nach sehr langer Überlegung, im November 2010 mein iPad 1 gekauft. Und seit dem ist es mein täglicher Begleiter. Ich liebe, oder besser gesagt, ich liebte dieses Ding. Ich hatte auch kein Problem, dass ein halbes Jahr später das iPad 2 herauskam. Und doch schwante mir schon etwas, denn das iPad 2 hatte 512 MB anstatt 256 MB Hauptspeicher. Und meine Vorahnung verfestigte sich mit iOS 5. Da fing das iPad an nicht mehr so flüssig zu laufen. Es war trotzdem noch um ein vielfaches performanter als jedes Android Tablett zu der Zeit. Ich war immer noch sehr zufrieden. Den Schlag in den Nacken bekam ich mit iOS 6. Oder besser gesagt, ich bekam keinen Schlag in den Nacken genauso wenig wie ich iOS 6 bekam. Mein iPad der ersten Generation war im September 2012 von Apple abgeschrieben, 2 Jahre nach meinem Erwerb.
Extrem genervt habe ich mir eingeredet: „Ist doch egal, solange das Gerät funktioniert und noch performant ist, ist es doch nicht schlecht. Und bloß weil ich keine iOS Updates mehr bekomme ist die Hardware doch nicht unbrauchbar.“ Mit diesem Mantra stellte ich mich mit meinem iPad 1 zufrieden.
Und es gingen wieder 2 Jahre ins Land, jedoch nicht so fluffig wie die ersten 2 Jahre. Nach Updates von Apps zerrten diese immer mehr an den 256 MB RAM. Manche Updates bekam ich gar nicht mehr und die Meldung „Diese Version ist nicht iOS 5 kompatibel. Wollen Sie die letzte kompatible Version laden?“ wurde immer mehr zu meinem ständigen Begleiter. Und in den letzten Monaten wurde es noch schlimmer. Ich habe mitbekommen, dass eine App mindestens iOS 6 kompatibel sein muss um für den App-Store zugelassen zu werden. D.h. keine neuen Apps mehr für mich. Und viele Apps verlieren ihre Funktion wegen Sicherheitslücken, z.B. meine Banking Apps. Das Schlimmste ist jedoch, dass der Safari Browser nicht mehr upgedatet wird und viele Webseiten dadurch nicht mehr benutzbar sind.
Also liege ich seit Wochen mit mir im Clinch ob ich mir ein neues Tablett kaufe. Ich weiß jedoch nicht was für eins. Auf der einen Seite bin ich so zufrieden mit meinem iPad gewesen, dass ein iPad Air 2 in meine Auswahl fällt. Auf der Anderen bin ich ein Android Fan und doch enttäuscht von der Updatepolitik von Apple. Also steht das Samsung Galaxy Tab 10.1 2014 als Gegenspieler bereit.
Heute habe ich den Neuland Podcast Folge 53 gehört. Da sprachen Sascha und Caschy über das Nicht-Mehr-Benutzen von Tablets. Und da kam mir die Idee.


Ich werde jetzt das iPad in den Schrank stellen und die nächsten Tage und Wochen nicht mehr benutzen. Und ich werde hier in regelmäßigen Abständen berichten wie es mir geht. Ein Review meines OnePlus One steht ja auch noch aus.

Diätenerhöhung im Schatten der FIFA WM 2014

Ich finde es ja immer wieder erstaunlich, wie auf diverse Großereignisse gewartet wird, um Gesetzesentwürfe oder andere Dinge durchzuboxen und diese im Medienrummel untergehen zu lassen.
Eines dieser Punkte 2014 ist die Diätenerhöhung unserer Politiker während der Fussball WM.
Doch das wurde wenigstens durch unseren Bundespräsidenten in Frage gestellt.
Jetzt bin ich auf diesen Artikel/offene Brief auf Fefes Blog gestoßen. Jeder, der sich mit Netzpolitik und Medienkompetenz befasst, kommt an Fefe nicht vorbei. Und auch wenn er in mancher Hinsicht sehr extrem ist, hat er im Grunde nicht ganz unrecht. Zumindest ist sein Vorschlag eine Überlegung wert.

Anti Überwachungs Protest Zeppelin über NSA Rechenzentrum

In der USA haben sich diverse Gruppen wie The Electronic Frontier Foundation, Greenpeace, the Freedom of the Press Foundation und noch weitere zur Standagainstspying.org Vereinigung zusammengeschlossen. Und diese hat, als Protest gegen die Überwachung durch die NSA, über deren Rechenzentrum in Utah einen Zeppelin steigen lassen.

Quelle: boingboing.net

Quelle: boingboing.net

Quelle: boingboing.net

Quelle: boingboing.net

Ich finde das eine großartige Idee!
Hier geht es zur offiziellen Meldung der EFF mit einem Statement, Video und noch ein paar Bilder.

[via]

Snowden Jahr 1 – Firefox und DuckDuckGo

Vor knapp 3 Wochen habe ich meinen Artikel zum Jahrestag der Snowden Enthüllungen veröffentlicht. Da habe ich beschrieben, dass ich mich ein wenig unsichtbarer machen will.
Ich habe als Erstes mich vom Chrome Browser und der Google Suche verabschiedet und berichte kurz mal darüber.

Von Chrome zu Firefox
Ich liebe/liebte diesen Browser. Ich bin schon recht früh vom IE auf den Firefox umgestiegen (das war noch vor der Jahrtausendwende). Mit der Zeit wurde der Firefox immer langsamer. Kurz bevor ich die Nerven verlor und wieder auf den IE zurück wechseln wollte kam Chrome im Jahr 2008 auf die Bühne. Ich war sofort Feuer und Flamme. Die Geschwindigkeit und die Add-ons und im Laufe der Jahre immer besser und vielseitiger. Damm auch auf Android und damit immer alles synchron. Ich habe mich sehr gesträubt den Browser zu wechseln. Und doch ging es reibungsloser als gedacht. Firefox installiert, meine wichtigsten Add-ons (Pocket, InoReader, Evernote, Pushbullet) hinzugefügt und ich bin genau so produktiv wie vorher. Und über die Performance kann ich nicht meckern.
Natürlich habe ich auf meinem Android den Chrome auch durch Firefox ersetzt. Dieser Umstieg war genauso einfach und die Synchronisation funktioniert wie erwartet.
Chrome ist auch von meinem iPad geflogen. Nur gibt es für iOS keinen Firefox und ich bin deswegen dort wieder auf dem Safari unterwegs. Für die fehlende Synchronisation muss ich mir noch etwas einfallen lassen.
Das Einzige, dass mich den Chrome vermisse lässt, sind die Werbebanner in Google-Mail. Jedoch lieber so eine Werbung wie das was GMX anstellt.

Nur keine Scheu und Firefox installieren. Wer noch Linux und/oder das Tor Netzwerk verwendet kommt am Firefox eh nicht herum.

Von der Google Suche zu DuckDuckGo
Diesen Umstieg habe ich ehrlich gesagt noch nicht ganz verkraftet. Mit der Installation vom Firefox habe ich auch gleich DuckDuckGo als Standardsuchmaschine eingestellt. Leider ist sie noch sehr „amerikanisch“. Klar findet man etwas, jedoch sind die Ergebnisse bei Google für den deutschen Sprachraum besser. Ich erwische mich immer noch beim Wechseln wenn ich etwas suche. Das ist nun mal die Stärke von Google. Deswegen hat die Firma auch so einen Erfolg.

Liste
Damit sind die ersten zwei genannten Punkte meiner Liste fast erledigt. Ich weiß, dass diese doch sehr Anti-Google sind. Eigentlich habe ich nichts gegen die Firma Google, auch die neuesten Nachrichten, dass Google mehr für die Sicherheit der Einzelnen machen will, nehme ich positiv auf. Jedoch ist Google eine US Firma und deswegen an die dortigen Gesetze gebunden. Und diese gefallen mir im Augenblick überhaupt nicht.
Ich werde an meiner Liste weiterarbeiten und euch auf dem Laufenden halten.

5. Juni 2014 – Snowden Jahr 1

Der 5.Juni 2013 wird in die Geschichte des Internets eingehen und von den Digital Natives nicht so schnell vergessen werden.
Vor genau einem Jahr wurden die ersten Informationen von Edward Snowden veröffentlicht. Sie schlugen ein wie eine Bombe und man niemand ahnte welche Ausmaße diese Geschichte noch annehmen würde. In den folgenden Wochen kamen immer mehr Details heraus. Unter diesem Link findet ihr eine von Heise.de sehr gut gemachte interaktive Zeitleiste mit allen Meldungen rund um Snowden und die NSA. Telefone abhören, Prism, Mobilfunk abhören und tracken, Daten von Sozialen Netzwerke sammeln, XkeyScore, Tempora, Hackertools usw. usw. Das Ganze Revue passieren zu lassen lässt mir wieder den kalten Schauer über den Rücken laufen.
Und jetzt? Was hat sich denn im letzten Jahr verändert? Nicht viel. Es waren wohl zu viele Nachrichten rund um das Thema oder es war zu komplex um es zu begreifen. Ich habe das Gefühl, dass, außer ein paar NSA Witzen hier und dort, bei der nicht internetaffienen Bevölkerung nichts hängen geblieben ist. Sogar die ganzen Warnungen durch Heartbleed, die komische Webseite des BSI und der eBay Passwort Hack wurden gekonnt volley weitergeleitet. Ich wette 5 Euro, daß 90% der Menschen immer noch das gleiche Passwort wie vor 6 Monaten haben. Und was eine 2 Faktor Authentifizierung ist wissen von den verbliebenen 10% locker die Hälfte auch nicht.
Aber nicht nur bei der „normalen“ Bevölkerung ist alles beim Alten, auch scheinen die Digital Natives das Ganze nicht mehr wahrzunehmen. Ich war erstaunt als ich Sascha Lobos Rede zur Lage der Nation auf der re:publica 20114 gesehen habe (Video am Ende). Ich bin nicht in dieser Szene unterwegs und hätte gedacht da wäre mehr los. Es scheint nicht der Fall zu sein.
Schimpfen kann man viel, man muss jedoch auch etwas machen. Und ja, gute Frage. Was mache ich?
Ich liebe die heutige Technologie und doch wird mir das Alles in letzter Zeit immer suspekter. Das Konstrukt Google im Web und Android bietet Lösungen an von denen ich vor Jahren geträumt habe. Immer online, alle Informationen zur Hand, nichts vergessen dank Cloud Diensten, Papierloses Büro, immer in Kontakt mit Freunden weltweit durch Soziale Netzwerke und und und. Was also machen wenn man auf das alles nicht verzichten will?

  • Das Erste, was ich gemacht habe, ist Chrome durch Firefox zu ersetzen. Sowohl am Desktop wie auf meinem Android. Und ich freunde mich auch gerade mit dem Tor Browser an.
  • Ich nutze nicht mehr Google, sondern DuckDuckGo oder auf meinem PC die lokale Suchmaschine YaCy.
  • Ich unterstütze Netzpolitik.org und werde jetzt auch mehr in dieser Richtung unternehmen. Wenn Jeder nur einen kleinen Teil dazu beiträgt dann wird es besser.
  • Ich habe, wo es nur geht, die 2 Faktor Authentifizierung eingeschaltet.
  • Ich habe alle meine Passwörter in kryptische Zeichen geändert und verwalte sie durch KeePass.
  • Ich werde mich in der nächsten Zeit mit E-Mail Verschlüsselung beschäftigen. Interessanterweise bietet Google seit neuestem auch für Googlemail an.
  • WhatsApp habe ich, so weit es meine Kontakte zulassen, durch Threema ersetzt.
    Threema
    Entwickler: Threema GmbH
    Preis: 2,99 €
  • Facebook werde ich nur noch für das Nötigste benutzen.
  • Und ich überlege gerade ob ich auch meine Haupt-E-Mail Adresse von GMail auf etwas anderes umziehen werde.

Natürlich ist mir bewußt, dass ich noch genug Spuren im Netz hinterlasse, aber ich lebe auch darin und darauf will ich nicht verzichten. Man muß es den Überwacher jedoch nicht all zu leicht machen.

Dieser Post ist ein Aufruf an meine Leser. Informiert euch, denkt ein wenig nach und macht etwas. Natürlich könnt ihr mich jederzeit zu dem Thema befragen.

Facebook und die Filterblase

Heute bin ich auf einen interessanten Post von Sascha Pallenberg auf Mobilgeeks.de gestoßen.
Es geht um die Umstellung des Newsfeed von Facebook. Dieser soll angepasst werden und die ganzen irrelevanten „Glücksnuss“ und „1000 likes für ein BLAH!“ Posts entfernen.
Ein Segen für die Timeline.

Aber es ist nur wieder die eine Seite der Medaille. Die Andere ist streng genommen eine Art von Zensur. Denn nicht mehr ich, sondern jemand anderes bestimmt was ich zu sehen bekomme und was nicht.
Sascha verweißt auf ein sehr interessantes Video, dass ich jedem nur empfehlen kann.

Augen auf! Hirn an! Es geht mehr vor als wir uns manchmal denken.

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